26 Jan

Beratungsmarkt brummt – speziell für Sanierer

BERATUNGSMARKT, BERATERBRANCHE. Die meisten im BDU organisierten Beratungsunternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Bei vielen von ihnen ist die Auftragslage zurzeit besser als gedacht und geplant.

 

Das geht aus dem aktuellen Geschäftsklima-Index für den Beratungsmarkt des Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) hervor. Ihm zufolge verzeichnete die Beratungsbranche 2023 ein Gesamtwachstum von vier bis sieben Prozent, und dieser Trend wird sich laut Einschätzung der meisten der 380 befragten Beratungen 2024 fortsetzen. Deshalb plant rund die Hälfte der Consulting-Unternehmen in diesem Jahr mehr Nachwuchskräfte einzustellen.

 

Mittelgroßen Beratungsunternehmen geht es besonders gut

 

Beratungsunternehmen haben zurzeit meist volle Auftragsbücher und Kassen

Ihre aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bewerten 87 Prozent der befragten Beratungen als über bzw. im Plan liegend. Besonders positiv bezüglich ihres Umsatzes gestimmt sind die mittelgroßen (41 Prozent) und kleineren Beratungen (33 Prozent); jedoch auch 30 Prozent der großen Beratungsgesellschaften bezeichnen ihre Geschäftslage als aktuell gut.

 

Am besten beurteilen die Sanierungsberatungen ihre Geschäfts- und Auftragslage (50 Prozent) vor den Organisations- und Prozessberatungen (36 Prozent), den IT- und Strategieberatungen (jeweils 35 Prozent) sowie HR-Beratungen (21 Prozent).

 

Auch die Geschäftsaussichten der Beratungsunternehmen sind gut  

 

Auch ihre künftigen Geschäftsaussichten beurteilt das Gros der befragten Beratungen als positiv. Am positivsten blicken dabei die mittelgroßen Beratungen (39 Prozent) in die Zukunft, gefolgt von den großen (32 Prozent) und kleineren Beratungen (28 Prozent).

 

Am zuversichtlichsten sind dabei erneut die Sanierungsberatungen: 50 Prozent von ihnen stufen ihre künftigen Geschäftsaussichten als über dem Budget liegend ein; vor den Strategie-Beratungen (37 Prozent) und IT-Beratungen (33 Prozent), gefolgt von den HR-Beratungen (29 Prozent) sowie Organisations- und Prozessberatung (28 Prozent).

 

Auch die Beraterbranche hat Probleme bei der Nachwuchs-Suche 

 

Als schwierig erweist sich in der Beraterbranche oft die Nachwuchs-Suche

Rund die Hälfte der Consulting-Unternehmen (46 Prozent) plant denn auch 2024 mehr Nachwuchskräfte einzustellen. Das gilt vor allem für die kleineren (62 Prozent) und mittleren Beratungen (54 Prozent); jedoch auch 24 Prozent der großen Beratungsunternehmen planen mit mehr Nachwuchs.

 

Als Herausforderungen beim Gewinnen von qualifiziertem Nachwuchs nennen die befragen Beratungsunternehmen

  • einen Mangel an qualifizierten Bewerbern,
  • eine überhöhte Erwartungshaltung der Bewerber,
  • eine stärkere Konkurrenz durch Wettbewerber oder andere Branchen sowie
  • eine nachlassende Attraktivität der Branche.

 

Berater-Nachwuchs stellt höhere Forderungen

 

Große Beratungsunternehmen haben bei der Nachwuchs-Suche besonders stark mit Wettbewerbern zu kämpfen. Mittelgroße Beratungen spüren hingegen eher die Konkurrenz durch andere Branchen. Bei kleineren Beratungen wird eine überhöhte Erwartungshaltung der Bewerber am häufigsten als Hemmnis genannt.

 

Nähere Infos über den aktuellen Geschäftsklima-Index des BDU finden Interessierte auf der Verbandswebseite.

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