25 Okt.

Branding Berater; werdewelt GmbH wird zur Ben Schulz & Partner AG

PERSONAL BRANDING BERATER. Obige Nachricht fand ich an diesem Wochenende im Netz und entschied sogleich: Da hilft du dem Ben (vormals Benjamin) Schulz mal, diese „News“ zu verbreiten.

 

Schließlich passiert es nicht alle Tage, dass der Inhaber einer Marketing-Agentur sein Unternehmen (Anmerkung: War es nicht eigentlich eine Unternehmensgruppe?) in eine AG umwandelt, die er selbstbewusst mit dem Attribut „Das Beratungshaus für Unternehmertum und Personal Branding im deutschsprachigen Raum“ versieht.

 

Benjamin Schulz wird Strategie- & Profilberater für UnternehmerInnen

Für mich war dies unter anderem deshalb eine interessante Nachricht, weil dies wohl bedeutet, dass Benjamin, pardon Ben Schulz und sein Unternehmen nun wohl endgültig ihrer ursprünglichen Zielgruppe Berater, Trainer, Coaches und Speaker den Rücken zukehren bzw. diese nur noch unter ferner liefen betreuen.

Benjamin Schulz; Vorstand der Ben Schulz & Partner AG

 

Dies wäre aus meiner Warte ein logischer Schritt. Schließlich versucht Werdewelt seit Jahren seine Zielgruppe auf Selbstständige bzw. Unternehmer jeglicher Art auszudehnen – unabhängig davon, ob es sich hierbei um Ärzte oder Rechtsanwälte, Künstler oder Handwerker handelt; was der Agentur bzw. Benjamin Schulz anscheinend auch zum Teil gelang. Diese Vermutung legen zumindest die Referenzen auf der Webseite des neuen Unternehmens nah, unter denen sich auch Strumpffabrikanten, Nachwuchspolitiker, Kammerjäger und „Tatortreiniger“ sowie Nationaltrainer von Randsportarten befinden.

 

Hinzu kommt: Wenn der Name Ben Schulz künftig ein Teil des Unternehmensnamen ist und dieser auch im Domainnamen von dessen Webseite steht, dann kann Ben (bzw. Benjamin) Schulz sich zumindest online auch leichter als „brand“ bzw. Marke vermarkten. Dann fokussiert sich aber auch zumindest in der Außendarstellung alles noch stärker auf seine Person.

 

Ja, Ben (bzw. Benjamin) Schulz ist „der Resulter unter den Beratern“

In der Umfirmierung sieht Ben Schulz, „Vorstand der Ben Schulz & Partner AG und bisheriger CEO der werdewelt GmbH“ (Anmerkung: Oh, dann bin ich als GmbH-Inhaber ja auch ein CEO), laut Webseite, die Chance „Inhaber, UnternehmerInnen, Selbstständige und Führungskräfte noch besser in ihrem Unternehmertum zu unterstützen und sie in eine erfolgreiche Zukunft zu begleiten“. Dieses Ziel wird Ben(jamin) Schulz gewiss erreichen. Schließlich hat er sich in den zurückliegenden Jahren laut Aussagen seiner neuen Webseite ja zu dem „… ‚Resulter‘ unter den Beratern“ entwickelt.

 

Ja, Ben(jamin) Schulz ist der Personal Branding-Experte & -Pionier

Das Personal Branding Standardwerk von Ben Schulz – damals, 2020 noch Benjamin Schulz

 

Auch dies war mir neu. Zwar wusste ich, dass Ben(jamin) Schulz, der „Pionier im Personal Branding“ ist – und zwar spätestens seit Anfang 2020 als das von ihm herausgegebene „Personal-Branding-Handbuch“ erschien, das er noch vor seinem Erscheinen und somit Verkauf des ersten Exemplars als das „Standardwerk im Personal Branding Bereich“ vermarktete. Doch dass er schon der „Personal Branding-Experte“ im deutschsprachigen Raum war, „bevor andere Berater das Thema für sich entdeckten“ war mir ebenso neu, wie dass er nun „der ‚Resulter‘ unter den Beratern ist. Doch dies muss er wohl sein, schließlich arbeitet er laut Eigenaussagen auf der Webseite „kompromisslos an Lösungen und Ergebnissen für seine KundInnen“.

 

Davon sollten sich andere Berater, so wie ich, mal eine Scheibe abschneiden, dann wären sie vermutlich auch eine so starke und vertrauenswürdige Marke wie „der Unternehmer“ Schulz. Vielleicht sollten sie aber auch wie Ben(jamin) Schulz

  • etwas häufiger „Hinfallen, aufstehen und weitermachen“ (Anmerkung: Warum muss ich da an Jürgen Höller denken?) oder
  • beim Basteln ihrer Biografien wie Ben(jamin) in ihren Selbstdarstellungen verstärkt solche Schicksalsschläge wie einen „Bandscheibenvorfall“, einen „Burnout“, einen „Beinahe-Herzinfarkt“ (Anmerkung: Welcher umtriebige Unternehmer hatte ähnliche gesundheitliche Maläsen noch nicht?), eine Scheidung verarbeiten,

denn dies ist für ein Personal Branding anscheinend wichtig – obwohl zumindest mir wegen solcher Dinge noch nie ein Kunde einen Auftrag erteilte.

 

Ja, Ben(jamin) Schulz macht aus No-names Persönlichkeitsmarken

Das einzige, was für mich nicht ersichtlich ist, wenn ich mir auf der Referenzenseite der neuen Unternehmenswebseite von „Benjamin & Co“ neben den Portraits vieler mir unbekannter Personen (bzw. Marken) die wenigen Portraits von „Promis“ in der Beraterszene anschaue, ist: Was trug Ben (bzw. Benjamin) Schulz zum Beispiel dazu bei, dass Prof. Dr. Lothar Seiwert eine Marke wurde (bzw. welche „Results“ trug „der Resulter unter den Beratern“ hierzu bei)?

 

Eine Beratermarke seit über 30 Jahren: Der „Zeit- und Selbstmanagement-Papst“ Lothar Seiwert

Als ich Lothar Seiwert vor circa 30 Jahren, also lange vor der Gründung von Werdewelt, der „Marketing-Agentur mit über 20 Jahren Historie“, erstmals traf (und anschließend mehrere Jahre für ihn als PR-Unterstützer arbeitete), galt Lothar Seiwert schon lange als der „Zeit- und Selbstmanagement-Papst“ und zwar weniger aufgrund seiner Persönlichkeit, sondern aufgrund seiner Bücher und seiner Marktbearbeitung, die wirklich vorbildlich war (Anmerkung: Sein Buch „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“ ist übrigens ein echtes Standardwerk sowie ein Longseller – seit ca. 35 Jahren).

 

Und Edgar K. Geffroy? Der ist für mich eine Marke, deren Name sich mir eingebrannt hat, spätestens seit Ende der 80er oder zu Beginn der 90er Jahren des letzten Jahrtausends sein Buch „Das einzige, was stört, ist der Kunde“ erschien – und dies, obwohl ich nichts über seine Person weiß. Weder ob er irgendwann einen Bandscheibenvorfall hatte, noch ob er verheiratet war oder ist, noch…. Das interessiert mich offen gesagt, aber auch nicht.

 

Ja, Ben(jamin) Schulz hat mehr Personal Branding Ideen als wir, …

Personal Branding Award Preisträger Walter Kohl

 

Und Walter Kohl? War er – bei aller persönlichen Wertschätzung und Hochachtung – je eine eigenständige Marke? Meines Erachtens nicht! Sein Vater Helmut war eine Marke, und er segelte als Berater lange Zeit in dessen Windschatten (den er hoffentlich inzwischen verlassen hat).

 

Dessen ungeachtet wird Ben (bzw. Benjamin) Schulz mit seiner Ben Schulz & Partner AG gewiss viele „Inhaber, UnternehmerInnen, Selbstständige und Führungskräfte“ bei ihrem Personal Branding unterstützen können, schließlich ist er ein kreativer Kopf, der mich immer wieder mit seinen Marketingideen überrascht.

 

So rief Ben bzw. Benjamin mit seiner Agentur Werdewelt 2020 zum Beispiel den Personal Branding Award ins Leben und zeichnete als ersten Preisträger seinen Kunden Walter Kohl damit aus. Auf eine so geniale Idee, als Agentur einen Preis ins Leben zu rufen und damit seine eigenen Kunden auszuzeichnen, muss man erst mal kommen. Ich hatte leider eine so phantastische Marketingidee bisher noch nicht.

 

….deshalb bleiben wir unserer Zielgruppe treu

Deshalb werden wir, die PRofilBerater auch weiterhin unserer Zielgruppe Trainer, Berater und Coaches treu bleiben, und uns nicht darauf spezialisieren, das Ego irgendwelcher Unternehmer, Selbstständigen und Führungskräfte zu kitzeln, die keine No-names mehr, sondern eine Marke sein möchten.

 

Wann ist endlich die Zeit der „lonely heroes“ vorbei?

Aus HERO Magazine wurde PERSONAL BRAND MAGAZIN

Dies auch deshalb, weil ich insgeheim immer noch hoffe, dass die Zeit der „lonely heroes“ in den Unternehmen – beziehungsweise der alternden weißen Männer, die „forever young“ sein möchten – irgendwann endgültig vorüber ist. Ben(jamin) Schulz, der Herausgeber des „Personal Brand Magazin“, das vor kurzem noch „Hero Magazine“ hieß, hat diesbezüglich anscheinend eine andere Vision.

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