05 Dez.

Personal Branding: Der erste und beste Berater-Berater

PERSONAL BRANDING, BERATER-BERATER. Was bin ich für ein armseliger Wicht. Das dachte ich soeben, als ich bei Amazon mal wieder auf die Selbstvermarktungs-Story eines unserer Mitbewerber stieß und dessen Aussagen über sich als „Berater-Berater“ las.

 

In seiner Selbst-Darstellung schreibt der „Berater-Berater“ unter anderem, dass er seit der Gründung seines Unternehmens 1997 „knapp 11.000 Teilnehmer in intensiven Workshops geschult“ habe. Damit kann ich beim besten Willen nicht mithalten, obwohl mein Unternehmen bereits seit 1991 existiert. Bei mir waren es maximal 1000.

 

Hut ab, vor dieser Berater-Berater Bilanz

„Was bin ich als ‚Berater-Berater‘ doch für ein armseliger Wicht?“

Außerdem schreibt der „Berater-Berater“, er habe „1000 Beratungsunternehmen meist über viele Jahre begleitet“. Welche stolze Bilanz! Bei mir und meinem Team waren es circa 50, die wir über mehrere Jahre begleitet haben – dafür sind viele von ihnen heute noch unsere Kunden. Und für mehr hätten wir auch keine Zeit.

 

Auch „Lehrbeauftragter und Gastdozent dreier Hochschulen“ bin ich nicht. Zwar erhielt ich schon mehrere solcher Anfragen. Doch für einen solchen Schnick-schnack habe ich aufgrund unserer Alltagsarbeit schlicht keine Zeit.

 

 

Was habe ich als Berater-Berater falsch gemacht?

Wie komme ich als Berater-Berater auch zu solch phantastischen Zahlen?

Über mich schrieb auch weder die FAZ „Beratung ist sein Leben“, noch bezeichnete mich die Süddeutsche Zeitung als „Deutschlands erster Berater-Berater“ – obwohl in beiden Zeitungen schon zahlreiche Artikel von mir (beziehungsweise mit Zitaten von mir) erschienen sind und mein Unternehmen deutlich länger als das meines Mitbewerbers existiert.

 

Kurz: Einiges, nein vieles habe ich in den letzten Jahren offensichtlich falsch gemacht. (So habe ich zum Beispiel nie sogenannte „Advertorials“, also bezahlte Artikel, in Beilagen von Zeitschriften platziert, unter an denen dann in den Autorenangabens stand, dass ich „der größte …“ bzw. „… schönste“ sei, weshalb ich heute auch nicht mit solchen Attributen  werben kann.)

 

 

Wie werde auch ich so ein Berater-Berater?

Deshalb werde ich heute Abend auf dem Sofa bei einer Tasse Kamille-Tee mal darüber nachdenken:

 

Kontaktieren Sie meinen Mitbewerber, den Berater-Berater!

Mein Marketing-Klassiker u.a. für Berater, Trainer, Coaches „Die Katze im Sack verkaufen:…“

Solange mir dies nicht gelungen ist, empfehle ich Ihnen: Kontaktieren Sie, sofern Sie als Berater einen Beratungsbedarf haben oder eineMarketingunterstützung brauchen, lieber meinen Mitbewerber. Denn er hat deutlich mehr Erfahrung als ich (… und mein Team). Das belegen die nackten Zahlen – auf seiner Webseite.

 

Mit etwas Mühe werden Sie ihn diese im Googeln im Netz schon finden. (Dasselbe gilt übrigens für meinen  Marketing-Klassiker „Die Katze im Sack verkaufen:….“.)

 

 

Wow, der Berater-Berater wird immer erfolgreicher

Ergänzung, 13.5.2026: Gestern habe ich erstaunt festgestellt,

  • der oben namentlich nicht erwähnte Berater-Berater hat eine neue Webseite (gefühlt die zehnte in den letzten zehn Jahren) und
  • auch sein Unternehmen hat einen neuen Namen.

Und auf seiner Webseite beschreibt er dieses mit den Worten „Als ‚Die Berater-Berater‹ sind wir das Original“ (weshalb wir, die PRofilBerater, ja nur ein billiges Imitat sein können)

 

Auch die Erfolgsbilanz des Berater-Beraters hat sich seit 2017, als ich den obigen Blog-Beitrag schrieb, noch stark verbessert. Während er damals seit der Gründung seiner Unternehmung nur „1000 Beratungsunternehmen meist über viele Jahre“ in ihrer  Entwicklung „begleitet hatte und nur „knapp 11.000 Teilnehmer in intensiven Workshops geschult“ hatte, kann er inzwischen

  • „über 1.400 Unternehmen“ vorweisen, die er in ihrer Entwicklung „begleitet“ hat und
  • „mehr als 14.000 Teilnehmende“, die er „in intensiven Workshops geschult hat“.

Ein stolzer Zuwachs!

 

Ein solches Energie-Level habe ich als Berater-Berater nicht!

Der Berater-Berater Bernhard Kuntz ist alt und schlapp geworden!

Hut ab, wir haben im selben Zeitraum vermutlich nicht einmal so viele Telefonate geführt. Dieser Mann muss das Energielevel eines Donald Trump haben. Da kann ich bzw. können wir, Die PRofilBerater, nicht mithalten.

 

Deshalb kann ich nur meine Empfehlung aus dem Jahr 2017 wiederholen: Kontaktieren Sie, sofern Sie als Berater einen Beratungsbedarf haben oder eine Marketingunterstützung brauchen, lieber meinen Mitbewerber. Denn er hat deutlich mehr Erfahrung als ich (… und mein Team). Das belegen die nackten Zahlen – auf seiner Webseite.

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