01 Jan.

Welche KI-Tools habe ich als Trainerin 2025 am häufigsten genutzt?

KI-TOOLS IN TRAINING, WEITERBILDUNG. Am Ende des Jahres wird vielerorts Bilanz gezogen. Die Wirtschaftspsychologin und Lernkultur-Berater Sabine Prohaska, Wien, nahm dies zum Anlass, zu reflektieren, welche KI-Tools sie 2025 bei ihrer Arbeit als Trainerin und Weiterbildnerin am häufigsten genutzt hat.

 

Sabine Prohaska, Wien: Expertin für das Implementieren einer neuen Lernkultur in Unternehmen

Die folgende Auszählung ist eine rein subjektive. Ich vergleiche in dem Text keine Tools und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich stelle vielmehr die KI-Tools vor, mit denen ich persönlich positive Erfahrungen gesammelt habe, weil sie mir

  • spürbar helfen, Zeit zu sparen und die Qualität meiner Unterlagen zu erhöhen sowie
  • neue didaktische Möglichkeiten in Trainings, Workshops und Lernsettings eröffnen.

 

 

KI-Tool – ChatGPT: Mein didaktischer Sparringpartner

 

… zweimalige Gewinnerin des Europäischen Trainingspreises in Gold des BDVT

ChatGPT (in der Bezahlvariante) ist für mich ein zentrales Arbeitsinstrument geworden. Ich nutze es nicht, um das Denken auszulagern, sondern um schneller in zielführende Denkprozesse zu kommen.

 

Besonders bewährt hat sich ChatGPT beim

  • Entwickeln praxisnaher Übungen,
  • Erstellen von Multiple-Choice-Fragen,
  • Strukturieren von Skripten und Handouts und
  • Formulieren von Transferaufgaben.

 

Der große Vorteil beim Arbeiten mit diesem KI-Tool ist: Ich starte bei meiner Lerntool-Entwicklung nicht mehr bei null. Die didaktische Feinjustierung des ChatGPT-Qutputs, seine Anpassung an die jeweilige Zielgruppe und das Herstellen des Praxisbezugs bleiben jedoch meine Aufgabe; der Zeitaufwand hierfür sinkt aber deutlich.

 

 

KI-Tool – Perplexity: Wenn die Recherche wirklich belastbar sein muss

 

Sobald es um eine fundierte, nachvollziehbare Recherche geht, greife ich zu Perplexity. Gerade in der Weiterbildung sind saubere Quellen ein Qualitätskriterium. Perplexity arbeitet mit Echtzeit-Websuchen und liefert die Quellen transparent mit. Das macht die Inhalte überprüfbar und aktuell. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen generischen KI-Antworten.

 

Ich nutze Perplexity vor allem für

  • Hintergrundrecherchen für Fachinputs,
  • das Absichern von Studienzitaten und
  • das Erstellen fundierter Handouts.

 

 

KI-Tools zur Visualisierung

.. . Betrieberin des TrainerKlubs mit Harald Karrer zur Förderung der Weiterbildung und des Erfahrungstauschs von Aus- und Weiterbildnern

Bilder und Visualisierungen sind aus modernen Lernsettings nicht mehr wegzudenken. Die KI-Tools helfen mir hierbei gleich mehrfach und lösen nebenbei das heikle Thema des Urheberrechts.

 

Beim Visualisieren nutze ich

  • ChatGPT & Ideogram für einfache Bildideen,
  • Nano Banana (Google/Gemini) für Grafiken und
  • Gamma.ai für Präsentationsentwürfe

 

Der große Mehrwert dabei ist: Alle Materialien wirken „aus einem Guss“; sie sind visuell konsistent und schnell erstellt. Die Bilder, Folien usw. bearbeite ich anschließend jedoch noch nach. Das inhaltliche Finetuning liegt weiterhin bei mir. Die KI liefert Entwürfe und Strukturen, die meine Arbeit jedoch erheblich vereinfachen und beschleunigen.

 

 

KI-Tool – NotebookLM:  Aus Content Learning-Nuggets generieren

 

... Anbieterin von Online-Workshops zum Thema KI-Nutzung in der Weiterbildung

Ein echtes Aha-Tool für mich ist NotebookLM. Damit lassen sich aus bestehenden Dokumenten kurze Audio- oder Videoinhalte generieren. Das ist ideal für Learning Nuggets. Ich setze diese gerne ein als

  • Prework vor Trainings,
  • Follow-ups nach Seminaren und
  • kompakte Wiederholungen zwischendurch.

 

So entsteht Lernen nicht nur im Seminarraum, sondern eingebettet in den Arbeitsalltag.

 

 

KI-Tools live im Training nutzen

 

Besonders spannend wird es, wenn KI nicht nur im Hintergrund arbeitet, sondern live im Training eingesetzt wird. Ich nutze ChatGPT zum Beispiel über den Beamer, um

  • mit Teams eine „Pressemitteilung“ über ihre Arbeit zu schreiben und
  • am Ende von Klausuren live einen Podcast über die Teamarbeit zu erstellen.

Das sorgt regelmäßig für Aha-Momente und zeigt eindrucksvoll, wie KI kreative Prozesse unterstützen kann, ohne sie zu ersetzen.

 

 

Künftige KI-Tool Erprobung und Nutzung

 

…. u.a. Autorin des Buchs „Training und Seminare im digitalen Wandel: …“

Ich werde 2026 weiter KI-Tools testen, verwerfen und dabei dazulernen. Und: Ich bin jetzt schon gespannt, wie mein KI-Jahresrückblick 2026 ausfallen wird. Werden uns weiterhin laufend neue Tools beschäftigen oder wird 2026 das Jahr, in dem sich viele der heute bereits genutzten Anwendungen etablieren, vertiefen und in ihrer Qualität nochmals deutlich weiterentwickeln? Das wird sich im Jahresverlauf zeigen!

Sabine Prohaska

 

Zur Autorin: Sabine Prohaska ist Inhaberin des Beratungsunternehmens seminar consult prohaska, Wien, das Unternehmen beim Implementieren einer neuen Lernkultur in ihrer Organisation unterstützt sowie Online- und Blended-Learning-Trainer und Coaches ausbildet. Sie betreibt mit Harald Karrer die Weiterbildungs- und Erfahrungsaustauschplattform https://trainerklub.com für im Weiterbildungs- und Personalentwicklungsbereich tätige Personen. Diese wurde Ende 2025 vom Berufsverband für Training, Beratung und Coaching (BDVT) mit dem Europäischen Trainingspreis in Gold ausgezeichnet.

 

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